Insekten

Schaben (Kakerlaken), die sich während des Tages in ihren Schlupfwinkeln (kleine Risse, Spalten) versteckt halten, können abhängig von der Art eine Länge von 18 - 60 mm erreichen. Sie ernähren sich als Allesfresser von unterschiedlichen organischen Substanzen, aber auch Gewebe, Leder und Papier.

Die Deutsche Schabe (Blatella germanica) ist sehr häufig vertreten, hauptsächlich innerhalb des Hauses. Sie ist relativ klein und hat einen kurzen Lebenszyklus von 3 bis 8 Monaten (abhängig von der Temperatur). Das Weibchen der Deutschen Schabe trägt ihre Eipakete mit 20 - 40 Eiern ca. 4 - 5 Wochen lang mit sich herum und legt es dann kurz vor der Brut wahllos ab. Die schlüpfenden Larven werden von Häutung zu Häutung den ausgewachsenen Schaben immer ähnlicher, nur sind sie kleiner und ohne Flügel.

Schaben können Erreger einer hohen Anzahl von bakteriellen und viralen Erkrankungen wie Durchfall, Lepra, Dickdarmkathar, infektiöse Hepatitis, Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose, Pilzerkrankungen (aspergillus flarus) übertragen.

Kot, Haut bzw. Erbrochenes der Schabe sind verantwortlich für Allergien. Das Auftreten von Hausstaubmilben und Schaben sind die häufigsten Gründe für Insekten-Allergien. In den USA zeigen 10 - 12 % der Bevölkerung allergische Reaktionen auf Schaben.

Schaben wie zum Beispiel die Orientalische Schabe (Blatta orientalis) und die Amerikanische Schabe (Periplaneta americana) gibt es auf der ganzen Welt - speziell in tropischen Regionen, wo das Umfeld feuchtwarm ist - aber auch durch Einschleppung ganzjährig in Europa wie z.B. in Bäckereien, Fabriken, Haushalten etc..

Motten
Die Kleidermotte ist 4-9 mm lang. Vorderflügel gelb, glänzend, Hinterflügel heller. Spannweite 14 mm. Weibchen legt 100-200 Eier einzeln an Stoffe ab. Raupen schlüpfen nach ca. 14 Tagen. Entwicklungsdauer bis zum Schmetterling bei Zimmertemperatur ca. 3 Monate. In geheizten Räumen 3-4 Generationen jährlich, in ungeheizten Räumen 2 Generationen. Typisch sind die bis 15 cm langen Gespinströhrchen.
Die meist schmutzig-gelbweissen Raupen der Kleidermotte verursachen Lochfrass und Kahlstellen an Wollstoffen, Pelzen, Teppichen u. a. Befallen werden vor allem Wollfasern, Textilien und Pelze, die längere Zeit nicht getragen wurden.
Zu empfehlen sind regelmäßige Kontrollen von Textilien, die längere Zeit nicht benutzt werden.
Durch Ausklopfen der Kleider fallen die Eier der Motten ab, aber auch die Raupen und Motten selbst. Zur Vorsorge genügt Lavendel und Zedernholz, die durch Ihren Geruch Motten fernhalten.


Blatella germanica
Blatta orientalis
Motten

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